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Infineon stellt SPOC Wire Guard 12V eFuse vor

Der intelligente Leistungsschalter unterstützt softwaredefinierte Fahrzeuge mit integriertem Leitungs[-schalter], SPI-Schnittstelle und erweiterten Diagnosen.

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Infineon stellt SPOC Wire Guard 12V eFuse vor

Infineon Technologies AG erweitert sein Portfolio für die Kfz-Stromverteilung um die SPOC™ Wire Guard BTS80009 SWPx 1ES, eine hochintegrierte 12V-Automotive-eFuse mit einer seriellen Peripherieschnittstelle (SPI). Als erstes Mitglied einer neuen Familie smarter Leistungsschalter kombiniert das Bauteil einen geschützten High-Side-Switch mit integriertem I²t-Leitungsschutz, Softwarekonfigurierbarkeit und erweiterten Diagnosefunktionen. Es richtet sich gezielt an moderne elektrische/elektronische (E/E) Architekturen, die Konzepte softwaredefinierter Fahrzeuge (SDV) und Over-the-Air-Updates umsetzen.

Kernleistung und technische Merkmale
Die eFuse bietet eine ultraschnelle Fehlerisolierung im Mikrosekundenbereich sowie eine präzise Strommessung, wodurch die Überdimensionierung von Leiterquerschnitten im Vergleich zu hergestellten Schmelzsicherungen entfällt. Sie gewährleistet eine rasche Fehlerabtrennung bei gleichzeitiger Sicherung einer hohen Energieverfügbarkeit ohne gegenseitige Beeinflussung. Für dauerhaft versorgte Lasten verfügt das Gerät über einen dedizierten Ruhemodus (Idle Mode), der im geparkten Zustand nur wenige Mikroampere verbraucht und gleichzeitig den vollen Schutz aufrechterhält. Eine Daisy-Chain-fähige 24-Bit-SPI-Schnittstelle mindert die Einschränkungen von Mikrocontroller-I/O-Ports. Dank der Softwarekonfigurierbarkeit lassen sich Schutzparameter flexibel an unterschiedliche Fahrzeugvarianten anpassen, was die Plattformwiederverwendung fördert. Darüber hinaus liefert der Schalter Echtzeit-Statusupdates sowie Frühwarnindikatoren zur Optimierung des Fahrzeuglebenszyklus.

Sicherheitsarchitektur und Skalierbarkeit
Das Bauteil wurde für Advanced Driver Assistance Systems (ADAS) entwickelt und ermöglicht Fail-Operational-Fähigkeiten für die Stufen L2++ bis L5. Es dient als Safety Element out of Context (SEooC) für Systeme bis zur ISO 26262 ASIL-D-Konformität. Ein integrierter nichtflüchtiger Speicher (NVM) stellt einen anwendungsspezifischen sicheren Zustand her, während die eFuse autonom auf Spannungseinbrüche durch Lastfehler reagiert. Eine einkanalige Architektur verhindert die Fehlerfortpflanzung über Ausgänge hinweg. Das initiale Familienmitglied BTS80009 SWPx 1ES ist in vier skalierbaren Varianten (A, I, P und F) erhältlich, unterstützt Ströme bis zu 34,5 A und ersetzt herkömmliche Kombinationen aus Gate-Treiber-ICs, MOSFETs und Shunts, was erhebliche Platinenflächen (PCB) einspart.

Zusätzlicher Kontext: Technische Spezifikationen und Benchmarking
Im Zuge des Übergangs zu zonalen Fahrzeugarchitekturen werden traditionelle Schmelzsicherungen und elektromechanische Relais rasch durch halbleiterbasierte smarte Stromverteilungszentren (PDCs) ersetzt. Lösungen wie die SPOC-Wire-Guard-Familie von Infineon – mit sehr geringen Einschaltwiderständen (RDS(on) bis herab zu 1,1 mΩ) – konkurrieren direkt mit intelligenten High-Side-Switches von Anbietern wie STMicroelectronics (VIPower-Technologie) und NXP. Ein wesentlicher konstruktiver Vorteil der programmierbaren I²t-Leitungsschutzfunktion in Kombination mit digitalem SPI-Feedback ist der Wegfall schwerer Kabelbäume und überdimensionierter Kupferleitungen, was das Fahrzeuggewicht und die Kabelkosten messbar senkt. Die native Implementierung der ISO 26262 ASIL-D-Konformität direkt im Leistungsschalter verlagert zudem den Diagnoseaufwand vom zentralen Domänencontroller weg, sodass autonome Fahrsubsysteme selbst bei partiellen Bordnetzanomalien ihre lokale Fail-Operational-Sicherheit aufrechterhalten können.

Redaktionell bearbeitet von Lekshman Ramdas, Induportals-Redakteur – angepasst durch KI.

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