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Automobiles Trägheitsmodul verbessert die GNSS-Positionierungsgenauigkeit
STMicroelectronics stellt eine hochtemperaturfeste Automotive-IMU vor, die MEMS-Sensorik mit synchronisierten Ausgängen für Navigation, Telematik und Bewegungsanalyse kombiniert.
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STMicroelectronics hat die automotive Trägheitsmesseinheit (IMU) ASM330LHHG1 vorgestellt, ein sechsachsiges MEMS-Sensormodul zur Verbesserung der Dead-Reckoning-Genauigkeit und Bewegungsmessung in vernetzten und automatisierten Fahrzeuganwendungen. Das Modul integriert einen dreiachsigen Beschleunigungssensor und ein dreiachsiges Gyroskop mit synchronisierten Ausgängen, wodurch eine präzisere Positionierung ermöglicht wird, wenn GNSS-Signale nicht verfügbar, gestört oder vorübergehend unterbrochen sind.
Das Bauteil richtet sich an Anwendungen in der Automobil-, Industrie- und Landtechnik, die eine kontinuierliche Navigation, Bewegungsverfolgung und Sensorfusion erfordern. Zu den Einsatzgebieten gehören Fahrerassistenzsysteme, Telematikplattformen, V2X-Kommunikation, elektronische Mautsysteme, Diebstahlschutz und Unfallanalysen.
Sechsachsige MEMS-Architektur für Dead-Reckoning-Systeme
Der ASM330LHHG1 kombiniert einen rauscharmen dreiachsigen Beschleunigungssensor mit einem dreiachsigen Gyroskop in einem kompakten, automotive-qualifizierten Gehäuse. Beide Sensorelemente basieren auf den MEMS-Fertigungsverfahren von STMicroelectronics und verfügen über eine integrierte Temperaturkompensation zur Gewährleistung stabiler Messwerte über einen erweiterten Temperaturbereich von -40 °C bis 125 °C.
Das Modul liefert synchronisierte Sechskanal-Ausgangsdaten, sodass Beschleunigungs- und Drehratenmessungen zeitlich exakt aufeinander abgestimmt sind. Diese Synchronisierung ist für Dead-Reckoning-Algorithmen, Bewegungsdatenkorrelation und GNSS-Sensorfusion von zentraler Bedeutung, da sie die Fahrzeugposition zwischen Satellitenaktualisierungen berechnen.
Da moderne Navigationssysteme zunehmend auf kontinuierliche Positionsdaten angewiesen sind, dienen Dead-Reckoning-Technologien als Ausfallsicherung bei GNSS-Signalverlusten, beispielsweise in Tunneln, zwischen Hochhäusern, bei elektromagnetischen Störungen oder Signalverfälschungen.
Erweiterte Messbereiche für die Fahrzeugbewegungsanalyse
Der Beschleunigungssensor unterstützt Messbereiche bis ±16 g, während das Gyroskop Winkelgeschwindigkeiten von ±125 Grad pro Sekunde bis ±4000 Grad pro Sekunde erfassen kann. Diese Spezifikationen ermöglichen den Einsatz in unterschiedlichsten Fahrdynamikszenarien – von normalen Fahrmanövern bis hin zur Aufprallerkennung und Schwingungsanalyse.
Nach Angaben von STMicroelectronics wurde die Sensorarchitektur auf minimales Rauschen und geringe Bias-Drift optimiert. Die integrierte Temperaturkompensation reduziert zusätzlich Messabweichungen, die durch Temperaturschwankungen im Fahrzeug entstehen.
Das Modul eignet sich für Anwendungen wie Vehicle-to-Everything-Kommunikation (V2X), Telematiksysteme, elektronische Mauterfassung, Unfallrekonstruktion, Fahrkomfortoptimierung sowie Schwingungsüberwachung. Diese Funktionen erfordern zunehmend präzise Bewegungsdaten und eine kontinuierliche Erfassung des Fahrzeugzustands.
Energieeffizienter Betrieb und Systemintegration
Der ASM330LHHG1 verfügt über zwei Betriebsmodi für leistungsorientierte und energieeffiziente Anwendungen. Dadurch können Fahrzeughersteller den Energieverbrauch entsprechend den Anforderungen des jeweiligen Systems optimieren.
Für die Integration in Fahrzeugarchitekturen unterstützt das Modul die Schnittstellen I²C, SPI und MIPI I3C. Ein integrierter FIFO-Speicher mit 3 KB Kapazität ermöglicht die Zwischenspeicherung von Sensordaten, reduziert die Belastung des Hauptprozessors und trägt zur Senkung des Energieverbrauchs bei.
Das Bauteil ist nach dem Automobilstandard AEC-Q100 qualifiziert und wird in einem kompakten LGA-14L-Gehäuse mit Abmessungen von 2,5 mm × 3,0 mm geliefert. Die Qualifizierung ermöglicht den Einsatz in Fahrzeugbereichen mit erhöhten Temperaturen und anspruchsvollen Umgebungsbedingungen.
Anforderungen moderner Positionierungssysteme und Sensorfusion
Die zunehmende Verbreitung softwaredefinierter Fahrzeuge und fortschrittlicher Fahrerassistenzsysteme erhöht den Bedarf an hochpräziser inertialer Sensorik. Sensorfusionsarchitekturen kombinieren GNSS-Daten mit Beschleunigungs- und Drehratensensoren, um die Positionsgenauigkeit und Ausfallsicherheit zu verbessern.
Moderne Automotive-Datenökosysteme nutzen synchronisierte Inertialmessungen zur Unterstützung von Navigation, Lokalisierung, vorausschauender Wartung und Fahrdynamiküberwachung. Insbesondere in Elektro- und automatisierten Fahrzeugen werden Trägheitsmesseinheiten zu zentralen Komponenten, um die Fahrzeuglokalisierung auch bei Ausfall externer Positionssignale sicherzustellen.
Zusätzlicher Kontext: Diese Sektion enthält technische Spezifikationen und Wettbewerbsvergleiche, die nicht in der ursprünglichen Produktankündigung enthalten waren
Der ASM330LHHG1 gehört zu einer wachsenden Klasse automotive-tauglicher MEMS-Inertialsensoren für Dead-Reckoning- und Sensorfusionsanwendungen. Das Modul bietet sechsachsige Sensorik mit synchronisierten Ausgängen, einen Betriebstemperaturbereich von -40 °C bis 125 °C sowie Messbereiche bis ±16 g und ±4000 dps.
Vergleichbare Automotive-IMUs sind beispielsweise der Bosch SMI230, der Murata SCH16T-K01 sowie die Analog Devices ADIS16507-Serie. Diese Systeme werden anhand objektiver Parameter wie Rauschdichte, Bias-Stabilität, Temperaturdrift, Synchronisationsgenauigkeit und Temperaturbereich bewertet.
Der Murata SCH16T-K01 wird häufig in hochpräzisen Fahrzeugpositionierungssystemen eingesetzt und bietet eine für Dead-Reckoning optimierte Langzeitstabilität. Die ADIS16507-Serie von Analog Devices richtet sich an industrielle und autonome Navigationsanwendungen mit besonders präziser Inertialsensorik. Der Bosch SMI230 wird vor allem in Fahrdynamik- und Sicherheitsanwendungen eingesetzt und kombiniert MEMS-Beschleunigungs- und Drehratensensoren in einer kompakten Bauform.
Im Vergleich zu separaten Beschleunigungs- und Gyroskopsensoren reduzieren synchronisierte Sechsachs-IMUs Zeitabweichungen zwischen den Messkanälen und verbessern die Genauigkeit von Sensorfusionsalgorithmen. Dies gewinnt insbesondere bei GNSS-Fusionssystemen für spurgenaue Positionierung, autonome Navigation und vernetzte Fahrzeugdienste an Bedeutung.
Die Unterstützung der MIPI-I3C-Schnittstelle entspricht zudem dem Branchentrend hin zu leistungsfähigeren Sensor-Kommunikationsarchitekturen. Dadurch werden geringere Latenzzeiten und eine bessere Interoperabilität innerhalb zukünftiger Fahrzeugelektronik-Plattformen ermöglicht.
Bearbeitet von Sucithra Mani, Induportals-Redakteurin – adaptiert durch KI.
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