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Industrielles 5G-M.2-Modul geht in Serienproduktion
Kontron stellt ein 3GPP-Release-17-5G-Modul für industrielle, Bahn- und Avionik-Konnektivität mit hohen Datenraten und globaler Einsatzfähigkeit vor.
www.kontron.com

Kontron hat den Serienstart des IB17M-W 5G M.2-Breitbandmoduls angekündigt, das für Hochgeschwindigkeits-Mobilfunkverbindungen in industriellen Systemen, Bahnanwendungen und Avionikplattformen entwickelt wurde. Das Modul unterstützt den 3GPP-Release-17-Standard und erreicht Datenraten von bis zu 4,9 Gbit/s im Downlink und 0,55 Gbit/s im Uplink, wodurch bandbreitenintensive drahtlose Kommunikation in Embedded- und Edge-Computing-Umgebungen ermöglicht wird.
Das Modul wurde in Berlin entwickelt und in Düsseldorf gefertigt und lässt sich in industrielle Computersysteme integrieren, die zuverlässige 5G-Konnektivität für globale Anwendungen benötigen.
Hochleistungs-5G-Architektur für industrielle Umgebungen
Das IB17M-W nutzt 4×4 MIMO im Downlink und 2×2 MIMO im Uplink, wodurch Datendurchsatz und Verbindungsstabilität verbessert werden, insbesondere in Umgebungen mit schwankenden Funkbedingungen, etwa durch Störungen oder bauliche Hindernisse. Diese Architektur unterstützt anspruchsvolle Anwendungen wie Ferndiagnose, Echtzeit-Telemetrie und den Austausch großer industrieller Datenmengen.
Das Modul basiert auf der Qualcomm-SDX72-0-Plattform, die eine leistungsfähige Verarbeitung für 5G-Kommunikation bereitstellt. Es unterstützt USB 3.1 Gen 2 sowie PCIe-Datenschnittstellen, wodurch sich die Integration in Industriecomputer, Embedded-Controller und Edge-Gateways mit hohen Datenübertragungsanforderungen erleichtert.
Der M.2-3052-Formfaktor (Key B) ermöglicht die Integration in bestehende Systeme mit standardisierten M.2-Mobilfunkmodulen. Dadurch lassen sich vorhandene Embedded-Systeme einfacher aufrüsten und die Skalierung von Hochgeschwindigkeits-Mobilfunkverbindungen wirtschaftlich umsetzen.
Globale Einsatzfähigkeit und industrielle Integration
Eine globale SKU unterstützt internationale Einsatzszenarien, da sie mit verschiedenen Mobilfunkfrequenzen und regionalen Netzstandards kompatibel ist. Dadurch lassen sich Zertifizierungsprozesse vereinfachen und logistische Anforderungen für Hersteller reduzieren, die vernetzte Systeme in mehreren Märkten einsetzen.
Das Modul verfügt außerdem über Dual-SIM-Funktionalität, wodurch ein Wechsel zwischen Netzbetreibern oder eine redundante Verbindung möglich ist. Diese Eigenschaft ist besonders relevant für mobile industrielle Plattformen und Kommunikationssysteme im Bahnverkehr.
Robustheit und präzise Positionsbestimmung
Das IB17M-W ist für industrielle Einsatzbedingungen ausgelegt und arbeitet in einem erweiterten Temperaturbereich von −40 °C bis +85 °C. Damit eignet sich das Modul für Anwendungen in Außeninfrastrukturen, Transportplattformen und industriellen Automatisierungssystemen.
Für Navigations- und Positionsbestimmung unterstützt das Modul L1- und L5-GNSS-Frequenzen für mehrere Satellitensysteme, darunter GPS, GLONASS, BeiDou und Galileo. Die Unterstützung von Dual-Frequenz-GNSS verbessert die Positionsgenauigkeit und Signalzuverlässigkeit, insbesondere in dicht bebauten oder reflektionsreichen Umgebungen.
Sicherheit und langfristige Systemunterstützung
Sicherheitsfunktionen sind Bestandteil des Moduldesigns. Regelmäßige Firmware- und Sicherheitsupdates sollen neu auftretende Schwachstellen adressieren. Dies ist besonders relevant für industrielle Anwendungen, in denen Kommunikationsmodule Teil von Infrastrukturen mit langen Lebenszyklen sind.
Entwicklung und Fertigung in Europa
Kontron entwickelte das Modul in Berlin und produziert es in Düsseldorf. Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht die Fertigung in Deutschland kürzere Lieferketten, hohe Qualitätsstandards sowie die Einhaltung europäischer Sicherheits- und Regulierungsanforderungen.
Das IB17M-W-Modul wurde von Kontron auf der Embedded World 2026 vorgestellt, die vom 10. bis 12. März 2026 in Nürnberg stattfand. Das Unternehmen präsentierte die Technologie in Halle 3, Stand 159.
www.kontron.com
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