Nehmen Sie an unseren 155000 IMP Followern teil

elektronik-news.com

HBM4 in Serienproduktion steigert Speicherbandbreite für KI-Rechenzentren

Samsung Electronics startet als erstes Unternehmen die kommerzielle Auslieferung der sechsten Generation von High-Bandwidth-Memory für KI- und HPC-Anwendungen.

  semiconductor.samsung.com
HBM4 in Serienproduktion steigert Speicherbandbreite für KI-Rechenzentren

Samsung Electronics hat mit der Massenproduktion und kommerziellen Auslieferung von HBM4 begonnen, einer neuen Generation von High-Bandwidth-Memory (HBM), die auf die steigenden Datenratenanforderungen in Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) und im High-Performance-Computing (HPC) ausgelegt ist. Die Speicherbausteine liefern eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber früheren Generationen und adressieren insbesondere Rechenzentrums-Workloads sowie moderne KI-Beschleuniger.

Speicherarchitektur für datenintensive KI-Workloads
HBM4 stellt die vierte Generation der gestapelten Hochbandbreiten-Speichertechnologie dar und zielt darauf ab, das sogenannte „Memory Wall“-Problem zu reduzieren – also die Begrenzung der Rechenleistung durch unzureichende Datenübertragungsraten zwischen Speicher und Prozessor.

Die HBM4-Stacks basieren auf einem DRAM-Prozess der sechsten 10-nm-Klasse in Kombination mit einem 4-nm-Logik-Basisdie. Diese Kombination soll laut Samsung höhere Ausbeuten, verbesserte elektrische Eigenschaften und skalierbare Produktionsprozesse ermöglichen.

In der Standardkonfiguration erreicht HBM4 eine Datenrate von 11,7 Gigabit pro Sekunde (Gb/s) pro Pin. Damit liegt die Übertragungsrate oberhalb der JEDEC-Spezifikation von etwa 8 Gb/s für HBM4 und rund 22 % über der vorherigen HBM3E-Generation von Samsung. Unter bestimmten Betriebsbedingungen sind Spitzenwerte von bis zu 13 Gb/s möglich.

Für KI-Trainingscluster und Inferenzsysteme bedeutet dies eine höhere kontinuierliche Datenversorgung der Recheneinheiten und eine verbesserte Auslastung von GPUs oder spezialisierten ASIC-Beschleunigern.

Bandbreite und Speicherkapazität

Die Verdopplung der I/O-Pins von 1.024 auf 2.048 Anschlüsse ermöglicht eine maximale Speicherbandbreite von etwa 3,3 Terabyte pro Sekunde (TB/s) pro Stack. Das entspricht etwa dem 2,7-Fachen der Bandbreite von HBM3E.

Die ersten Varianten umfassen 24-GB- und 36-GB-Stacks mit 12-lagiger TSV-Technologie (Through-Silicon Via). Eine 48-GB-Version mit 16-Lagen-Stacking ist vorgesehen. Diese Kapazitätserweiterung ist insbesondere für große Sprachmodelle, generative KI und datenintensive HPC-Simulationen relevant, bei denen lokale Speicherressourcen Engpässe im digitalen Rechenzentrums-Ökosystem reduzieren können.

Energieeffizienz und thermische Optimierung
Mit steigender I/O-Dichte wachsen auch Anforderungen an Energieversorgung und Kühlung. Samsung integriert Low-Voltage-TSVs sowie optimierte Power-Distribution-Netzwerke, um elektrische Verluste zu minimieren.

Nach Unternehmensangaben verbessert HBM4 die Energieeffizienz um rund 40 % gegenüber HBM3E. Zusätzlich werden eine um 10 % höhere thermische Widerstandsfähigkeit sowie eine um 30 % verbesserte Wärmeabfuhr genannt. Diese Kennwerte sind entscheidend für den stabilen Betrieb dichter KI-Beschleuniger-Module in Hochleistungsrechenzentren.

Produktionsstrategie und technologische Roadmap

Samsung verweist auf die enge Verzahnung von Speicher- und Foundry-Geschäft sowie auf fortschrittliche Packaging-Technologien als Grundlage für die industrielle Skalierung von HBM4. Die Produktionskapazitäten sollen entsprechend der steigenden Nachfrage im KI-Markt erweitert werden.

Für die zweite Jahreshälfte 2026 ist die Musterbereitstellung einer weiterentwickelten Variante, HBM4E, angekündigt. Darüber hinaus plant das Unternehmen kundenspezifische HBM-Lösungen ab 2027.

Technische Einordnung
Für Systemarchitekten im Bereich KI-Beschleuniger, HPC-Cluster und Cloud-Infrastrukturen bietet HBM4 eine signifikante Steigerung von Bandbreite und Effizienz. Durch die höhere Datenrate pro Pin und die gesteigerte Stack-Bandbreite lassen sich Speicherengpässe reduzieren und die Rechenressourcen in KI-Systemen effizienter nutzen.

Im Kontext datenintensiver Anwendungen trägt HBM4 damit zur Leistungssteigerung moderner KI-Rechenzentren bei, insbesondere dort, wo Speicherdurchsatz und Energieeffizienz zentrale Skalierungsfaktoren darstellen.

www.samsung.com

  Fordern Sie weitere Informationen an…

LinkedIn
Pinterest

Nehmen Sie an unseren 155000 IMP Followern teil